Santiago de Chile und Valparaíso

Auf in den Norden und meine erste Station soll Santiago de Chile sein. Ich komme 22:15 dort an und ich werde von der Hitze, dem Lärm, der komisch riechenden Luft, vielen bunten Werbeschildern und den Unmengen an Menschen fast erschlagen – ab ins Hostel und ankommen. Im Hostel geht es aber gleich weiter … hier steigt gerade ein Party … mein Zimmer liegt zum Glück am anderen Ende des Hostels und ich bekomme so vom Lärm nichts mit. Marie aus Frankreich und 3 andere sind auch mit auf dem Zimmer – mit Marie unterhalte ich mich noch kurz, sie ist auch gerade angekommen.
Santiago de Chile mit seinen Museen, Märkten und seinem Cerro San Cristóbal wollen die nächsten erkundet werden. Den Cerro San Cristóbal hatte ich gleich am nächsten Tag auf dem Plan und so ging es auch nach dem guten Breakfast los. Eigentlich wollte ich mit der uralten Funicular hochfahren > ca. 420 Höhenmeter < aber da habe ich die Rechnung nicht mit der Wartung gemacht, die noch bis Ende Januar geht. So mache ich mich bei ca. 30° auf den staubigen Weg nach oben. Kurz vor dem Ziel treffe ich Marie wieder – kurzer Smalltalk – und sie geht hinab und ich weiter hinauf – bis ich auf dem kleinen Souveniermarkt angekommen bin. Echt coole Aussicht über Santiago und erinnert mich stark an Monserate in Bogota.

Die Seilbahn benutze ich bei meinem 2. Besuch auf dem Cerro um auf die gegenüberliegende Seite zu kommen – da dann der Weg doch etwas zu weit gewesen wäre.
Marie treffe ich am ersten Tag auch noch einmal in der Stadt und so beschließen wir dem restlichen Tag zusammen die Stadt zu erkunden:

So besuchten wir einige Museen und wollten eigentlich noch in den Skulpturenpark, der aber leider geschlossen war. Abends sind wir zum Abendessen und eins – zwei Bierchen in den Stadtteil Bellavista gegangen und haben uns toll unterhalten. Leider ist Marie am nächsten Tag schon wieder weiter nach Valparaíso (für die coolen in der City kurz Valpo).
Die nächsten Tage lerne ich noch ein paar Deutsche im Hostel kennen, die entweder gerade angekommen sind, so wie Sophia aus Leipzig, ganz frisch oder Jana aus Hamburg, die schon eine Weile in anderen Ländern unterwegs war.
Ich besuchte dann noch einige tolle Märkte, u.a. den Fischmarkt, den mir Maria empfohlen hat und hab da auch leckeren Lachs gegessen
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Im etwas weiter entfernten Geschichtsmuseum erfährt man sehr viel über die Zeit vor – während – nach Pinochet … ist sehr zu empfehlen – ich habe da knappe 4 Stunden verbracht und man bekommt einen deutschen Audioguide.
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Auch das Kunstmuseum kann man sich mal anschauen – leider war mein Weg zum Skulpturenpark auch an den folgenden Tagen nicht von Erfolg gefruchtet.
Im Ganzen reichen 3 Tage vollkommen, um sich Santiago de Chile anzuschauen … alle die ich im Hostel kennen gelernt habe, sind entweder nur wegen Party hier oder beenden bzw. starten ihren Urlaub oder etwas längeren Auslandsaufenthalt hier.

Nach Valpo reise ich nicht alleine – Jana aus Hamburg, die ich im Hostel kennen gelernt habe, möchte dort auch für 2,5 Tage hin. So nehmen wir zusammen einen Bus zur „hippen“ Küstenstadt, von der alle so schwärmen. Wir haben zwar nicht das selbe Hostel, aber treffen uns jeden Tag und verbringen die Zeit in den Straßen und Gassen von Valpo.

Um es kurz zu fassen – 2,5 Tage fanden wir beide für zu viel … 1,5 Tage würden vollkommen ausreichen. Auch ist der Funke nicht so richtig übergesprungen – entweder lag es am Wetter > bewölkt und auch mal nieselig < aber auch an den vielen Hunden und dass es in vielen Gassen unangenehm roch bzw. wir auch den Tretmienen der Hunde andauernd ausweichen musste.  Es gab viele schöne und coole Wandbilder zu sehen:

und wir haben nicht nur eine der vielen farblich gestalteten Treppen genutzt sondern sind ab und zu auch mit einem der klapprigen „Ascensor“ (Fahrstühle) gefahren:

Was ich schon lang nicht mehr gesehen habe sind Trolleybusse. Des Weitern merkt man den deutschen Einfluss hier an fast jeder Ecke – sei es die Leute sprechen Deutsch, deutsche Restaurants und das Highlight die Feuerwehr:

Nach den 2,5 Tagen trennen uns unsere Wege – Jana geht erst einmal gen Süden und für mich geht’s weiter Richtung Atacam-Wüste.