La Paz

… vom Hexenmarkt bis zur Death Road

Aus Uyuni mit dem Nachtbus 06.00 Uhr in La Paz angekommen und ich entscheide mich zum Hostel zu Fuß zu laufen … Auf was stoße ich als erstes, als ich aus dem Busbahnhof stolpere … die staatliche Brauerei

… des Weiteren fallen mir die vielen Menschen in Trachtenkleidung auf, die alle irgendwie ins Stadtzentrum pilgern. Im Hostel angekommen erfahre ich, dass heute Nationalfeiertag in Bolivien ist, vieles zu hat und am „Plaza Murillo“ vor dem Präsidentenpalast eine Feier mit Parade stattfindet.
Kurz frisch machen und schon ging es los … muss ich mir anschauen und was soll ich sagen – war gar nicht so leicht auf den Platz zu kommen, da überall die Polizei, der Geheimdienst „GRINS“ und die MP standen und die Zugänge dicht gemacht haben – aber an einer Stelle bin ich dann doch durch gekommen:

und auch den Präsidenten Evo Morales hab ich vor die Linse bekommen
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Stellenweise kam ich mir vor, wie beim 1. Mai Umzug (die Älteren von Euch kennen es noch – vor 1989 gab es das in der DDR) … schön kontrolliert alle am Präsidenten vorbei marschieren und er winkt einem fleißig zu bzw. applaudiert.

Die nächsten Tage nutzte ich, um mir die Stadt mit den vielen Museen / Kirchen anzuschauen und auch mit der Teleferico zu fahren – mit der man eben aus der Stadt (ca. 3.200Hm) auf einen der Hügel (ca. 4.100Hm) kommt. Dieser ständige Höhenuntschiedswechsel ist stellenweise ganz schön anstrengend für einen Flachlandtiroler wie mich

ein bisschen rebellisch sind die Bolivianer schon … bei denen dreht sich die Uhr am Kongressgebäude in die anderer Richtung – die sozialistische Regierung möchte sich so, symbolisch von den letzten Spuren der Kolonialherren befreien

Der Besuch auf dem Hexenmarkt „Mercado de Hechicería“, dem mit wohl skurrilstem Markt der Welt, darf nicht fehlen. Hier findet man gegen bzw. für alles eine Lösung in Form von Seife, Pulver, Rauch, Getränk und sogar Lama-Föten


Tja und La Paz verlasse ich natürlich nicht, um einmal mit dem Fahrrad die bekannte „Death Road“ runter zu fahren. Ich kenne diese Straße aus vielen Berichten – eng <> steil <> wunderschöne Aussichten. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Straße, daher wird die „alte“ Death Road nur noch selten als Transportweg genutzt – jetzt hält hier der Biketourismus Einzug, was aber auch nicht ganz ungefährlich ist. Zum Anfang der Tour geht es auf ca. 4.700Hm zum Startpunkt mit dem Bus, der uns auch immer als Letzter folgt – quasi als Kehrwagen wie bei der Tour de France – … erst ist es noch einfach und wir können uns auf der asphaltierten neuen Straße quasi rollen lassen

doch nach ca. 1h wird es nicht mehr so einfach – es geht auf die alte Death Road … Schotter, schmale Wege, Wasserfälle, Abhänge und scharfe Kurven … das Ganze nun ca. 5h und wir werden ordentlich dreckig sowie nass dabei

Es war anstrengend, aber hat viel Spaß gemacht … vor allem für die phänomenalen Ausblicke hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Im ganzen hat mir La Paz gut gefallen und bei einem längeren Aufenthalt kann man in der Umgebung noch einige wunderschöne Dinge entdecken.
Nach dem höchsten Regierungssitz der Welt, welches La Paz mit 3.200Hm bis 4.100Hm ist – Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien – geht es nun zur höchsten Hauptstadt der Welt auf 2.850Hm nach Quito.

Autor: Ingo

Gehe gern auf Reisen und lerne neue Kulturen kennen - ebenso ist Paragliding und Musik für mich sehr wichtig im Leben - das Wichtigste sind aber meine Freunde.

2 Kommentare zu „La Paz“

    1. Hallo Jürgen,
      alles gut 😊👍 … hab hier auf Galapagos leider nicht so gutes bis kein Internet – sobald es wieder annehmbar ist, folgt Quito und Galapagos ✍️
      Bin noch bis So hier und es ist einfach traumhaft – hier sind die Menschen zu Gast bei den Tieren 🐢🦎🐦🦆🦋🦑🦀🦈🌵🌴 🌋 🐢🦎

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