Punta Arenas

New Year’s Eve and King Pinguins

Von Ushuaia ging es mit dem Bus in 10 Stunden ins chilenische Patagonien nach Punta Arenas. Punta Arenas ist für viele die nach Torres del Paine wollen der Ausgangspunkt (da hier der Airport ist und alle Buslinien zusammentreffen) und so fahren selbst im Bus bei mir viele mit, die nur eins im Sinn haben – den W- oder O-Track zu absolvieren. Auch Agneta (Polin, die schon seit Jahren in Wien lebt und gerade ihren Dr. abgeschlossen hat) neben mir, will mit ihren Freunden den W-Track absolvieren. So unterhalten wir uns auf der Fahrt und sie bekommt von mir ein paar Tipps für ihre Weiterreise in Kolumbien und ich auch von ihr zu meiner Reise in der Gegend Calama <> Atacama <> Uyuni <> La Paz. In Punta Arenas angekommen verabschieden wir uns und evtl. sieht man sich ja in Kolumbien wieder … man sieht sich immer 2x im Leben.
Das B&B ist für südamerikanische Verhältnisse mal eine besondere Ausnahme – Betten toll – Breakfast mit Wurst und Ei – Duschen mit einer Mischbatterie – die Besitzer total freundlich und besorgt … entsprechend fällt auch meine Bewertung aus.
Da es aufs Jahresende zugeht, gehe ich noch schnell einkaufen – die nächsten 2 Tage wird nichts offen haben … und entsprechend kaufen auch die Leute ein – es ist nicht nur in Deutschland so „GRINS“ … viel brauch ich ja nicht – tolles Breakfast und zu Silvester gibt es eine Fiesta im Hostel mit Barbecue – Besitzer Miguel und sein Cousin freuen sich schon drauf und es wurde auch eine MultiKultiSause

Kurz vor 00:00 ging es in den Hafen von Punta Arenas zum großen zentralen Feuerwerk „HAPPY NEW YEAR“
2017-12-31 18.32.04Ansonsten ist Punta Arenas eine kleine übersichtliche Stadt, u.a. mit dem ältesten chilenischen Friedhof – den ich auch mal besuchte:

Das Highlight in Punta Arenas sind aber die Touren zu den Pinguinkolonien. Da ich die kleinen Magellan-Pinguine schon gesehen habe, habe ich mich für die Tour zu den Königspinguinen entschieden

Schon beeindruckend die Pinguine zu sehen … die Königspinguine sind die zweitgrößten ihrer Art.

Aber auch mich zieht es nach Torres del Paine und so geht es nach 3 Tagen mit dem Bus 2h weiter gen Norden nach Puerto Natales, von wo aus meine Tagestouren in den Park starten.

Ushuaia … Tierra del Fuego

das Ende der Welt oder die letzte Stadt vor der Antarktis

„… einmal Feuerland und zurück …“ was soll ich sagen – Ushuaia, die letzte Stadt vor der Antarktis „Gateway to Antartica“ oder auch das Ende der Welt „Fin del Mundo“ … kurz vor dem Cape Horn … entsprechende Souvenirs kann hier jeder Tourist kaufen und die gibt es in der einzigen Hauptverkaufsstraße mehr als genug … selbst ein HardRock Cafe hält sich hier.
Die Touristen kommen hier auf verschiedenen Wegen an – sei es wie ich mit dem Flieger, mit dem Bus (den ich bei meiner Weiterreise nutze), mit eines der vielen Kreuzfahrt- oder Forschungsschiffen, die vor einer Antarktistour oder dem Passieren des Cape Horns hier kurz halten.
Ushuaia selbst ist entstanden aus einer ehemaligen Gefangenenstadt – das Gefängnis wurde 1947 aufgelöst – und existiert heute nicht nur von den Touristen sondern auch von der steuerfreien Wirtschaftszone, die hier eingerichtet wurde – daher gibt es hier viele industrielle Ansiedlungen, was man auch am regen Hafenverkehr merkt. Aber als erstes trifft man auf die vielen Touriveranstalter (für Sommer und Winter) – Hostels / Hotels – Restaurants / Bars und unzähligen Outdoorgeschäften. Ich schlendere auch mal durch und kehre in die ein oder andere Lokalität ein – Touri halt, der unbedingt von hier etwas mitnehmen muss

Natürlich lass ich mich auch auf eine der vielen am Hafen angebotenen Touren ein – meine, die ich eigentlich mir ausgesucht hatte, findet leider erst ab Januar wieder statt – so nehme ich eine ohne Hiking und besuche neben den Kormoranen, Seelöwen auch Pinguine

Bei guten Wetter mit Sonnenschein gestartet, gab es bei der 6-stündigen Tour auch Regen, Schnee und genug Wind … wenn halt Pazifik und Atlantik aufeinander treffen … auf eine Wettervorhersage kann man sich hier generell nicht verlassen – Wetter ist Wetter, wenn es vorbei ist … dies traf mich genauso auf meinen Hiking-Touren durch den „Tierra del Fuego National Park“

wo unter anderem der Trail „HITO XXIV“ bis an die argentinisch-chilenische Grenze geht … Grenzwechsel strengstens verboten!
Die ganze Landschaft und die Erlebnisse lassen mich das Wetter einfach vergessen – es ist einfach toll hier.
Ushuaia ist auch meine letzte Station in Argentinien … als nächstes geht es auf die andere Seite von Patagonien – nach Chile.

Anmerkungen:
1. wer mit dem Bus weiterreisen will, früh genug ein Busticket besorgen
2. genug Bargeld mitnehmen – vieles muss man noch bar bezahlen … vor allem bei den Ausflügen
3. für jedes Wetter Sachen einpacken – auch im Sommer kann es schneien
4. die Karten von der Touristinfo bzw. Parkverwaltung sind nur mit Circaangaben, man kommt damit klar, wenn man Karten lesen kann … für Leute ohne Orientierungssinn empfehle ich eine detailliertere Karte zu kaufen (2,50€ in jedem Kiosk)

El Chalten

und ca. 2.600 verrückte Wanderer / Kletterer

El Chalten ein doch sehr abgelegenes Dorf kurz vor dem großen “ Cerro Fitz Roy“ – ein 3.406m hohe Granitberg im nördlichen Teil des Nationalparks Los Glaciares.
El Chalten hat selbst nur ca. 1.600 Einwohner, aber dafür ca. 2.500 verrückte Hikers und Climbers. Entsprechend gibt es genug Hostels / Restaurants / Bars / Outdoorläden / kleine „Supermercados“ hier

In El Chalten versuche ich mich an einem Vierbettzimmer in einem Hostel – es gab auch nichts anderes mehr. Zu meiner Überraschung ist am selben Tag auch Helga aus Ulm angekommen – passionierte Wanderin und ist auch gleich los und wanderte mal eben schnell den ersten kurzen Trail ab. Am Abend hatten wir die Gelegenheit uns etwas länger zu unterhalten. Was hat sie geschimpft über ihre Reisebegleitung, die sie über das Internet kennen gelernt hat. Er soll ein typischer Computernerd sein, mit 49 noch zu Hause bei Mutti wohnen, fahren wie eine kaputte S.., immer alles besser wissen, feinsten Feinripp tagen, schnarchen vom Fach, mit der Körperhygiene es nicht so haben und und und … man hat sie sich erst einmal alles von der Seele geredet. Leider wird sie am 23.12. wieder auf ihn treffen, da ab dort ihre gemeinsame Reise weiter geht – sie bereut es so sehr, dass schon alles gebucht zu haben, aber erst einmal genießt sie die Tage hier beim Wandern.

Ich bin nun auch Teil dieser Wandergemeinschaft und bin ein paar Trails abgelaufen … zum einen den Trail „Laguna Torre“ ca. 20km mit einem tollen Ausblick auf den „Cerro Torre“ und auf ein Stück des „Glaciar Grande“, der u.a. mit seinem Schmelzwasser den „Rio Fitz Roy“ speist

Leider war der „Cerro Torre“ mit Wolken verhangen, aber es hat sich auch so gelohnt und ich hatte auch noch Glück mit dem Wetter – bis auf ein bisschen Regen und Wind bin ich fast heil durchgekommen – nur die letzten 2km auf dem Rückweg hat es stark angefangen mit regnen und ich war durch bis auf … naja zum Glück war ich dann im Hostel. Helga hatte nicht so viel Glück – sie kam 20 Uhr ins Hostel und berichtete von Schnee / Hagel / Regen und sah mehr als durchgefroren aus.

Des Weiteren habe ich mich auch auf den anstrengenden Weg zum „Fitz Roy“ gemacht … aber nicht wie alle hin und zurück auf dem selben Weg, sondern den etwas längeren. Ich habe mich morgens ca. 10km nördlich von El Chalten am Hostel El Pilar absetzen lassen. Über einen sehr moderaten Weg ging es ca. 12 km Richtung Ziel … am „Glaciar Piedras Blancas“ vorbei, teils durch Wald und freie Fläche bis ich den Campingplatz „Poincenot“ erreicht habe. 1km dahinter begann der anstrengendste Teil des Trails … 1km bergauf – es galt ca. 400 Höhenmeter zu überwinden – und der Weg war stellenweise mehr als sicher … nach 1,5h bin ich oben angekommen und es hat sich gelohnt. Was für ein Ausblick – einfach nur phänomenal … ca. 1h hab ich dort oben verbracht, bevor es dann auf den Rückweg ging:

Nach 8,5h war ich dann wieder in El Chalten und zum Abschluss des Tages bin ich in der Micorbrewery zum Dinner eingekehrt

Anmerkung zum Vierbettzimmer:
– in der ersten Nacht war noch ein junger Argentinier mit im Zimmer und zu meiner Verwunderung und mit einem lächeln Miss-ich-hab-nur-eine-Kreditkarte-mit … Helga musste bei der Geschichte auch lachen
– alle 3 blieben aber nur 2 Nächte und dann kamen Ella und Lucia aus Israel – zwei nette Mädels, die schon in Ushuaia und Torres del Paine waren und mir so noch einige Tipps gegeben haben

El Calafate

und sein „Glaciar Perito Moreno“

Nach dem ich mich fast an die schönen warmen Temperaturen von um die 35° gewöhnt habe, geht es nun Richtung Süden in den argentinischen Teil von Patagonien in den „Parque Nacioanl Los Glaciar“. Die Attraktion und wovon die Stadt eigentlich lebt, ist der „Glaciar Perito Moreno“ der sich ca. 85km von El Calafate entfernt befindet … alles ist hierauf abgestimmt.
Die Stadt gleicht einem schlechten B-Movie … eine große Hauptstraße und an dieser Hostels / Hotels, Outdoorläden, Bars, Restaurants, Tourenveranstalter, Touriläden mit allen möglichen Souvenirs und ein großer Supermarkt. Alle kurz vor dem ganz großen Trail. Am Vormittag ist die Stadt wie ausgestorben, da alle unterwegs sind und gegen 16:00 füllt sich die Stadt.
Einen Tag nutze ich für einen kleinen Trail durch das „Reserva Natural Laguna Nimez“ wo man das ein oder andere heimische Lebewesen entdecken kann:

… selbst Flamingos waren zu erspähen.
Das Highlight in El Calafate der „Glaciar Perito Moreno“ mit seiner Länge von 30km, 5km Breite und 60m Höhe sollte am nächsten Tag anstehen. Hin kommt man am besten mit einem Tourenveranstalter, bei dem man noch nebenbei etwas anderes geboten bekommt, wie eine Schiffstour zum Gletscher direkt. Selbst wenn man vom Busterminal auf eigene Faust mit dem Bus fahren würde, kostet es genauso viel – daher viel meine Entscheidung nicht schwer. Auf einer alternativen Route ging es am Morgen Richtung „Perito Moreno“

Am Eingang des Nationalparks mussten wir noch unseren Eintritt bezahlen (Argentino = 250$ vs. Foreigner = 500$ – wie überall, wird bei den Touristen doppelt drauf geschlagen – hier half auch kein Handeln). Apropos Eintritt, dieser ist BAR zu bezahlen. Dies wurde uns bei der Buchung und am Anfang der Tour gesagt und wie es sein muss, haben wir doch eine Person (Haarfarbe und Geschlecht erwähne ich mal nicht) aus den USA dabei, die nur eine Kreditkarte mit hatte … zum Glück hatte unser Guide genug Geld mit.
Nach ca. 1,5h Fahrt sind wir angekommen und den Rest sagen wohl die Bilder … es war einfach großartig und überwältigend. Erst habe ich die Bootstour mitgemacht und danach bin ich über die verschiedenen Trails am Gletscher entlang:

Vor allem welche Geräuschkulisse der Gletscher von sich gibt – ein Knacken, Grollen und Donnern im Inneren – er bewegt sich täglich ca. 2m nach vorne und entsprechende Aktivitäten sind auch in ihm. Beim Ablösen eines Eisstückes gibt es einen Megaknall – einfach beeindruckend … ich hätte hier ewig bleiben und Unmengen von Bildern machen können … ein Naturschauspiel der besonderen Art.

Im ganzen reichen 2 Tage für El Calafate > der Glaciar Perito Moreno als Hauptattraktion + das Naturreservoir mit seinem Trail + das Glacarium (was ich mir aber gespart habe) <

Puerto Iguazú

und die unbeschreiblichen Wasserfälle von Iguazú

Nach Buenos Aires ging es nun in den äußersten Norden von Argentinien – zu den Wasserfällen von Iguazú bzw. auch ins Dreiländereck Argentinien – Brasilien – Paraguay. Ich dachte schon in Buenos Aires ist es warm, jedoch hier war es noch wärmer und die Luftfeuchtigkeit war um ein wesentliches höher.
Puerto Iguazú selbst lebt vom Tourismus und dem Nationalpark mit seinen Wasserfällen.
Vom Airport in die Stadt wollte ich eigentlich mit dem Bus fahren, dieser fuhr aber erst wieder in 1h und 25min. Taxi alleine fand ich zu teuer und da ein holländisches Pärchen (auch mit dem Rucksack, aber nur 4 Wochen, unterwegs) ebenfalls nicht so lange warten wollte, teilten wir uns das Taxi. Hostel ist i.O. und nach dem ich mich frisch gemacht habe, ging es zu Fuß durch die kleine beschauliche Grenzstadt Puerto Iguazú – brauchte ja auch noch etwas zu trinken und Proviant für die nächsten Ausflüge. Abends bin ich auf den heimischen Bauernmarkt und hab da zu Abend gegessen – wie eigentlich jeden Abend, da es verschiedene Angebote gab und ich alles mal probieren wollte:

Am nächsten Morgen machte ich mich sehr zeitig mit dem Bus los, um auch sehr früh im argentinischen Teil der Iguazú-Wasserfälle „Cataratas del Iguazú“ zu sein. Gegen Mittag strömen nämlich die ganzen Touristen an und werden auf den schmalen Wegen quasi durchgeschleust – da macht es sicher keinen Spaß mehr.
Angekommen machte ich mich als erstes auf den untern „Paseo Inferior“ und oberen „Paseo Superior“ Trail … Wege verlassen darf man nicht, da es auch wilde Tiere, wie Pumas, im Nationalpark gibt:

Auf geht’s … es war einfach nur unbeschreiblich:

und wie bereits am Eingang des Nationalparks vorgewarnt, wird man auf den ein oder anderen Bewohner treffen:

nach dem ich den ganzen Vormittag auf den beiden Trail’s verbracht habe, habe ich mich in die Parkeisenbahn gesetzt und bin zum 3. Trail, welcher eigentlich ein Laufsteg über den Rio Iguazú ist und am  „Teufelsschlund“ endet – eine Aussichtsplattform direkt über der tosenden Sturzflut.
Vorsicht: hier wird man leicht durchnässt!

Auch ich bin leicht feucht geworden, aber zufrieden und dieses Naturschauspiel mal erlebt zu haben, fahre ich mit der letzten Parkeisenbahn zurück und nehme den Bus Richtung Puerto Iguazú.

Am nächsten Tag ging es dann auf die brasilianische Seite der Wasserfälle. Auch wieder mit dem Bus … dieser kostet für die doppelte Strecke nur die Hälfte des gestrigen Preises … Im Bus lernte ich Maria aus Deutschland kennen, die ihre letzten 2 Tage noch hier verbrachte und dann nach 4 Monaten wieder gen Germany fliegt. An der Grenze war die Aus- und Einreise ganz einfach. Bus aussteigen, in die 2 Häuschen gehen und sich seine Stempel abholen und wieder in den Bus einsteigen, der die ganze Zeit wartet. Eigentlich – nur Maria kam und kam nicht und der Busfahrer ist dann irgendwann (20min) doch weiter gefahren, obwohl ich ihm gesagt hatte, dass Maria noch fehlte. Ich habe Sie am Ende meiner Tour im Nationalpark dort noch einmal getroffen. Maria hat den nächsten Bus genommen und wie sich herausstellte, fehlte bei ihr ein Einreisestempel von Argentinien und wo man nicht ist, kann man nicht ausreisen … nach langer Diskussion mit den Grenzbeamten, hat sie letztendlich alle Stempel erhalten.
Merke: lass Dir immer alle notwendigen Stempel geben!
Im Park angekommen, konnte ich bequem am Automaten mein Ticket kaufen – so musste ich nicht extra Geld tauschen – und dann auf auf:

Es war echt mega – die tosenden Sturzfluten von den unzähligen Wasserfällen – und der Anblick von der brasilianischen Seite ist noch einmal ganz anders … wundervolle Panoramablicke.
Gegen 16:30 Uhr ging es wieder mit dem Bus zurück – Aus- & Einreise liefen ohne Probleme.

Das „Tres Fronteras“ alias Dreiländereck sollte nicht fehlen und so besuchte ich das an meinem etwas ruhigen Tag … natürlich von der argentinischen Seite aus:

und Unterwegs machte ich noch den ein oder anderen Schnappschuss … bis ich abends wieder im Bauernmarkt zum Dinner einkehrte.

Komischerweise haben mich die letzten 2 Tage auch immer Einheimische angesprochen, sich zu mir gesetzt und wir haben über dies und das gesprochen … vor allem finden sie es toll, dass es Reisende gibt, die sich für die Länder und Kulturen interessieren und nicht nur das „Touriprogramm abspulen“ … so gingen die Abende mit dem ein oder anderem Wein / Bier doch etwas länger.

Colonia del Sacramento in Uruguay

ein relaxter Tagesausflug nach Uruguay

Für Colonia in Uruguay hatte ich mir extra einen Tag eingeplant und speziell den Montag, da es nicht so überlaufen von den Großstädtern aus Buenos Aires bzw. anderen Touristen ist.
Colonia liegt nicht einmal 50km von Buenos Aires aus – über den Rio de la Plata mit der Fähre – entfernt. Die Altstadt von Colonia ist mit seinen schmalen Kopfsteinpflastergassen aus der Kolonialzeit und historischen Häusern in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Ich habe auch gleich die erste Fähre von ColoniaExpress genommen, damit ich den ganzen Tag habe. Der Check-In und die Ausreise aus Argentinien sowie Einreise nach Uruguay wurde alles noch vor dem Betreten der Fähre unproblematisch durchgeführt (zurück am Abend genau so):

die Fähre war es zum Glück nicht
die Fähre ist es zum Glück nicht geworden und „fast“ ist die bestimmt auch nicht mehr

bei der Hafenausfahrt ein toller Blick auf die Skyline von Buneos Aires
IMG_0389und nach ca. 1h und 30min  laufen wir im Hafen von Colonia ein. Von dort aus waren es nur noch 10min zu Fuß bis zum alten Stadttor mit seiner gut erhaltenen Wehrmauer, welches der Eingang zur historischen Altstadt „Barrio Histórico“ ist:

gemütlich bummle ich bei 35° und feinster Sonne Richtung Leuchtturm „Faro“ und genieße die Altstadt

und dann natürlich rauf auf denn Turm (für 25 UR$ Eintritt) – nur von untern anschauen macht ja auch kein Spaß … der „Faro“ ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und man hat einen guten Blick über die Altstadt:

nach dem ich die tolle Aussicht genossen und auch das ein oder andere Bild gemacht habe, ging es weiter zur „Iglesia Matriz“, die älteste Kirche Uruguays am Plaza de Armas:

anschließend kehrte ich am empfohlenen Imbissstand „Los Farolitos“ ein (meine Reiselektüre hat es mir verraten) und ließ es mir mit einem „chivito“ gut gehen

lecker war er - dieser
lecker war er – dieser „chevito“

Gesättigt bin ich dann noch ein bisschen durch die Gassen geschlendert und habe einfach mal die Ruhe genossen … echt ein toller Ort …

… und um 16:30 Uhr musste ich wieder zum Check-In am Hafenterminal sein.
Es war ein wunderschöner relaxter Tag – wer die Zeit hat, der sollte einen Tagesausflug von Buenos Aires aus machen.

Tipp:
Ticket für die Fähre früh genug besorgen und zwischen den drei Anbietern vergleichen – Buquebus, ColoniaExpress und Seacat – ich habe mein Ticket bei ColoniaExpress für umgerechnet 61€ bekomme – Buquebus hat zu dem Zeitpunkt gleich mal 32€ mehr gekostet.

Buenos Aires

Da ich immer alles gerne mitbekommen möchte – auch was so neben den touristischen Pfaden passiert, werde ich wie immer zu Fuß, per Bus oder Metro und wenn es nicht anders geht mit dem Taxi unterwegs sein. Die notwendige „SUBE“ Karte für Bus und Metro erhalte ich mit einem Guthaben im Hostel, so brauch ich mir diese nicht extra kaufen.

Los geht’s … Vámonos! …

nach dem ich auf dem „Plaza del Congreso“ war sollte meine nächste Station der Friedhof la Recoleta mit dem Grab von Evita im gleichnamigen Stadtteil Recoleta sein.
Doch bevor ich dort ankomme, entdecke ich noch einen Musikladen und musste da unbedingt rein – sie haben eine große Auswahl, nur leider nichts Neues bzw. Interessantes für mich. Doch zu meiner Belustigung oder eigentlich war es mehr zum Fremdschämen, bemerkte ich ein etwas älteres Ehepaar, wie sie laut über ein Mitbringsel – in Form einer CD – in Deutsch diskutierten und dann auch noch den armen Verkäufer auf Deutsch fragten „Was kostet den die?“ und er wedelte mit der CD … kann man sich nicht ein bisschen anstrengen und es wenigstens höfflich probieren oder einfache Sätze lernen … Cuánto cuesta? … ist doch nicht so schwer.
Nach 20 min bin ich dann am Friedhof angekommen und nach dem ich mich am Eingang durch die verschiedensten Souvenir- und Devotionalienstände gekämpft habe bin ich drinnen und finde auch ganz schnell das Grab von Evita:

nach dem ich neben den vielen Anderen mal ein Bild ohne eine Person drauf machen konnte bin ich noch ein bisschen über den Friedhof geschlendert:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Einmal im Stadteil Ricoleta ging es danach hier weiter:

Das Kunstmuseum war leider an diesem Tag geschlossen.
Im Stadtteil Retiro das „Torre Monumental“, die Miniaturausgabe des Londoner „Big Ben“, welches im Jahr 1916 von einer britischen Gemeinde gespendet wurde.
Torre Monumental
Im neuen quirligen Stadtteil Puerto Madero, eines der  Wahrzeichen von Buenos Aires die „Puent de la Mujer“ und  nicht unweit die Fregatte „ARA Presidente Sarimento“

und weiter geht’s:

Der Stadtteil La Boca mit seinem riesigem Fußballstadium – Estation Alberto J. Armando „La Bomba“

und dem durch seine bunten Wellblechhäusern bekannten „Caminito“ … wo vieles für das touristische Herz getan wird – zum Glück bin ich da nicht so anfällig für „Grins“

Sonntags findet vom Plaza de Major bis zum Ende des Stadtteils San Telmo in der ca. 4km langen „Defensa“ eine Händlermeile statt. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen und habe mich einfach treiben lassen

Buenos Aires ist eine quirlige und moderne südamerikanische Großstadt. Es gibt viele Orte wo man auch mal abschalten kann. Leider war zum Zeitpunkt meines Besuches das Naturreservat im Stadtteil Puerto Madero aufgrund einer Veranstaltung nicht zugänglich – dies hätte ich mir auch sehr gern angeschaut – es muss ja aber nicht mein letzter Besuch gewesen sein.
Zum Ankommen und in das südamerikanische Gefühl reinzukommen war es ein guter Start meiner Reise.